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Rheinische Post: Kommentar
Inzest und Schwachsinn = Von Reinhold Michels

Düsseldorf (ots) - Eine Gesellschaft, die keine Tabus mehr kennt, mag sich in ihrer Erz-Liberalität vor dem Spiegel drehen und selbst gefallen; eine Zukunft hat sie nicht. Eine knappe Mehrheit des dem Namen seiner Mitglieder nach renommierten Ethikrates meint, das Strafrecht sei nicht dazu da, gesellschaftliche Tabus zu bewahren. Ja, wozu ist es sonst da? Die Strafbarkeit von Angriffen gegen Leben, körperliche Unversehrtheit, Eigentum drückt ein gesellschaftliches Unwerturteil über bestimmte Handlungen aus, die "im Namen des Volkes" sanktioniert werden. Dass Eltern und Kinder, Bruder und Schwester, die Angehörigen der familiären Keimzelle, nicht miteinander geschlechtlich verkehren sollen, ist kein Zeichen für Unterdrückung von Individualität, sondern für einen in Jahrhunderten gewachsenen Konsens; obendrein anthropologische Selbstverständlichkeit. Wer sich nicht daran hält, verdient kein Verständnis, sondern den Staatsanwalt. Zitieren wir den guten alten Sigmund Freud: "Schamlosigkeit ist das erste Anzeichen für Schwachsinn."

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