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Großer Schaden für die Deutsche Bank = Von Georg Winters

Düsseldorf (ots) - Bankgeschäft lebt vor allem vom Vertrauen zwischen Bank und Kunde. Was das angeht, ist der Reputationsschaden für die Deutsche Bank aus der Anklage gegen fünf amtierende und frühere Manager unermesslich. Natürlich gilt auch in diesem Fall die in unserem Rechtsstaat selbstverständliche Unschuldsvermutung. Aber was hilft dies einem Geldhaus, dessen öffentliches Bild stärker durch Razzien, Ermittlungsverfahren und drohende Milliardenstrafen geprägt ist als durch Nachrichten über gute Geschäfte? Vor allem die Anklage gegen Jürgen Fitschen trifft die Deutsche Bank hart. Nicht nur, weil er noch der einzige amtierende Manager unter den fünf Beschuldigten ist. Nein, Fitschen, seit Jahrzehnten für das Unternehmen tätig, galt anders als seine oft allzu smart daherkommenden Vorgänger mit den großen Visionen stets als der Inbegriff des soliden Bankers, der den angestrebten Kulturwandel besser zu repräsentieren schien als jeder andere. Davon ist knapp zweieinhalb Jahre nach seinem Amtsantritt nur noch wenig geblieben. Wenn er die Schlussphase seiner Karriere tatsächlich als Pendler zwischen Bank und Anklagebank verbringen müsste, wäre das der Tiefpunkt seiner beruflichen Laufbahn.

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