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Rheinische Post: Kommentar
Putin stoppen = Von Matthias Beermann

Düsseldorf (ots) - Gerade noch hat Russlands Präsident Wladimir Putin seinem ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko treuherzig die Hand geschüttelt und einer friedlichen Beilegung des Konflikts in dem Nachbarland das Wort geredet. Tags darauf fiel die Maske: Russland, das die pro-russischen Freischärler bei ihrem blutigen Sezessionskrieg immer schon unterstützt hat, greift jetzt auch mit eigenen Truppen ein. Noch macht sich Putin die Mühe, das Offensichtliche zu leugnen, eine brutale Verletzung der Souveränität eines Nachbarstaates, einen flagranten Verstoß gegen das Völkerrecht, einen Angriff. Doch damit täuscht er nur noch die, die unbedingt weiter die Augen verschließen wollen. Die internationale Gemeinschaft, allen voran die Europäer, haben mit Appeasement auf den Raub der Krim reagiert. Wie sich jetzt zeigt, ein verhängnisvoller Fehler. Die Annexion hat eine gefährliche Sogwirkung entfaltet. Putin, verrannt in anti-westliche Feindbilder, ist zum Getriebenen seiner eigenen Propaganda geworden. Viele Möglichkeiten, ihn zu stoppen, bleiben nicht mehr.

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