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Rheinische Post: Fluggast-Beschwerden bleiben sehr oft wirkungslos

Düsseldorf (ots) - Tausende Beschwerden von Fluggästen beim Luftfahrt-Bundesamt über Verspätungen und schlechten Service von europäischen Fluggesellschaften bleiben für die Airlines folgenlos. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe) vorliegt. Demnach gingen im Jahr 2013 insgesamt 4582 Beschwerden von Fluggästen ein, doch das Luftfahrt-Bundesamt leitete daraufhin nur 653 Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Airlines ein. Nur 18 Verfahren endeten im Jahr 2013 mit einem Bußgeldbescheid gegen die Fluggesellschaften. "Die durchschnittliche Höhe der von 2011 bis zur ersten Jahreshälfte 2014 verhängten Bußgelder betrug gerundet 1560 Euro", heißt es in der Antwort des Ministeriums. Dem Papier zufolge hat das Luftfahrt-Bundesamt im laufenden Jahr noch kein einziges Bußgeld gegen Airlines verhängt, obwohl seit Jahresbeginn bereits 1262 Beschwerden eingegangen sind. "Die Diskrepanz zwischen der Anzahl der Beschwerden und tatsächlich verhängten Sanktionen zeigt uns, dass die Bundesregierung ihren Durchsetzungsauftrag nicht ausreichend ernst nimmt", sagte der Grünen-Politiker Markus Tressel. Die Verweigerungshaltung des Bundes bei der Rechtsdurchsetzung und Kontrolle gehe "zu Lasten der Verbraucher und zu Gunsten der Airlines", sagte Tressel.

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