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Rheinische Post: Minister erhöht Druck auf NRW-Sparkassen

Düsseldorf (ots) - Von den 105 Sparkassen in NRW verweigern sechs die vollständige Veröffentlichung ihrer Vorstands- und Verwaltungsratsbezüge. Das berichtet die Rheinische Post (Donnerstagsausgabe) unter Bezug auf Angaben des NRW-Finanzministeriums. Demnach weisen die Sparkassen Kleve, Wermelskirchen, Fröndenberg, Rheine, Werne und Wuppertal die Bezüge nur teilweise oder gar nicht aus, obwohl das Transparenzgesetz sie seit 2009 dazu auffordert. 2011 hielten noch 61 NRW-Sparkassen die Bezüge komplett oder teilweise geheim. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) sagte der Rheinischen Post: "Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat mit Hartnäckigkeit und Konsequenz das Ziel verfolgt, das erste Bundesland mit transparenten Vergütungszahlungen bei Führungskräften und Aufsehern im öffentlichen Bereich zu werden. Bei den Sparkassen gibt uns der Erfolg recht: Nachdem wir eine klare Ansage gemacht haben, veröffentlichen nun fast alle die Vergütungen. Wir werden nicht locker lassen, bis das bei allen der Fall ist." Sparkassen-Vorstände und -Verwaltungsräte sollen sich bei Neu- oder Wiederbestellungen künftig selbst zur Veröffentlichung ihrer Bezüge verpflichten. In der Vorlage droht der Minister: "Bei fehlendem Einverständnis der betroffenen Vorstandsmitglieder darf keine Neu- oder Wiederbestellung erfolgen."

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