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Irak im Schatten Syriens = Von Matthias Beermann

Düsseldorf (ots) - Es hat sie gegeben, eine kurze Phase, während der man auf eine Wende zum Guten im Irak hoffen konnte. Aber spätestens, seit im Nachbarland Syrien ein Bürgerkrieg tobt, ist es damit auch im Irak vorbei. In beiden Ländern liefert die Rivalität zwischen Sunniten und Schiiten den Nährboden für den Konflikt, der zum Stellvertreterkrieg geworden ist durch das erbitterte Ringen der regionalen Mächte. Der unheilvolle Einfluss des Irans auf der einen und der Golf-Scheichtümer auf der anderen Seite lässt die Region in Blut ertrinken. Nun rollt eine sunnitische Terror-Truppe den Irak auf, und die schiitisch geführte Regierung scheint dagegen machtlos. Die blutrünstigen Kämpfer gelten als derart radikal, dass so mancher den Krieg von Syriens Baschar al Assad gegen die eigene Zivilbevölkerung nicht mehr ganz so schlimm finden mag. Sind nicht Assad und Saddam, die ihre Länder jahrelang mit einem Schreckensregime unter Kontrolle gehalten haben, besser als das aktuelle Chaos? Die Frage ist zynisch, und sie wird auch nur von den Anhängern der beiden Diktatoren bejaht.

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