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Rheinische Post: Kommentar
Kampf gegen Hooligans = Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Wenn jede dritte Einsatzstunde der Bereitschaftspolizei dem winzigen Anteil Gewalttätiger unter den Stadion-Besuchern gilt, dann ist das ein unerträgliches Missverhältnis. Das ist prekär in einem Land, in dem Polizeipräsenz dringend gebraucht wird, um zum Beispiel das bedrückend hohe Ausmaß von Wohnungseinbrüchen wieder in den Griff zu kriegen. Die Innenminister tun auf ihrer Konferenz in Bonn deshalb gut daran, auch über neue Wege zu sprechen, wie sie die Gewalt endlich stoppen können, die an jedem Fußballwochenende aus einer eklatanten Verwechslung von Fanfreude und Randale erwächst. In den Stadien selbst sollten Fans vermehrt damit konfrontiert werden, dass ihr eigener Verein darunter leidet, wenn er Straftätern Schutz in der Masse bietet. Außerhalb muss auch die Technik genutzt werden, damit der Arm des Gesetzes öfter und schneller zielgenau zupacken kann: Wo sich Gewalt abzeichnet, müssen mobile Überwachungskameras aufgebaut werden, um die Haupttäter identifizieren und nachhaltig aus dem Verkehr ziehen zu können.

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