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Warnschuss für Städte = Von Leslie Brook

Düsseldorf (ots) - In vielen Städten gleichen die Straßen einem Flickenteppich. Die Schäden des harten Winters 2011/12 sind teilweise bis heute noch nicht behoben. Notdürftig verfüllte Schlaglöcher bröckeln wieder. Die Kommunen haben schlicht kein Geld, um alle Risse ordentlich zu beheben und neue Asphaltdecken aufzutragen. Das Flickwerk kann im schlimmsten Fall zu so großen und tiefen Schlaglöchern wie in Heilbronn führen, in denen Autos beim Hindurchfahren erheblich beschädigt werden. Man darf diesen Schadens-Fall aber nicht als beispielhaft für alle Kommunen nehmen. Nicht überall hat der Zustand der Straßen solche Ausmaße. Doch auch wenn Heilbronn kein Präzedenzfall, sondern nur eine Einzelfallentscheidung ist, ist es doch ein Warnschuss. Die Kommunen müssen ihre Verantwortung auch in Zeiten knapper Kassen ernstnehmen und ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Es hätte Schlimmeres passieren können als ein Reifenschaden, wenn etwa ein Radfahrer in das Loch gefahren und gestürzt wäre. Dann hätten 300 Euro als Schadenersatz nicht ausgereicht.

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