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Rheinische Post: Kommentar
Pragmatische Pflege = Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Bisher ist ein Großteil der Pflege stillschweigend und kostengünstig von Töchtern und Schwiegertöchtern sowie von Ehepartnern geleistet worden. Aufopferungsvoll kümmern sie sich um die nächsten Angehörigen. 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt, von ambulanten Diensten und Verwandten. Doch mit der zunehmenden Berufstätigkeit von Frauen fallen zumindest die Töchter und Schwiegertöchter als günstige Vollzeit-Pflegekräfte aus. Daher ist es höchste Zeit, dass es für pflegende Angehörige mehr und flexiblere Hilfen gibt, damit sie sich neben einer Erwerbstätigkeit auch weiter um die eigenen Eltern oder Schwiegereltern kümmern können. Alle pragmatischen Reformschritte, die die Bundesregierung dafür in ihrem neuen Pflegegesetz geht, sind also zu begrüßen. Trotz der zusätzlichen Ausgaben wird die Pflegeversicherung geschont. Denn ein Heimplatz ist immer noch deutlich teuer als die Pflege zu Hause, auch wenn sie mit professioneller Unterstützung läuft. Zudem wollen die meisten Betroffenen zu Hause gepflegt werden.

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