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Rheinische Post: Putins Siegesparade

Düsseldorf (ots) - Deutlicher konnte die Machtdemonstration nicht ausfallen: Ausgerechnet am politisch und emotional wichtigsten Feiertag Russlands, dem Tag des Sieges über Nazi-Deutschland, hat Wladimir Putin die Halbinsel Krim besucht. Die Propaganda-Show war perfekt inszeniert und die Nachricht klar: Die Krim bleibt, internationalem Recht zum Trotz, nun für immer russisch. Dafür stehen ein starker Präsident und eine mächtige Armee. Dieses Muskelspiel mag vor allem innenpolitisch motiviert sein - Putins Position ist im sich wieder mächtig fühlenden Russland zurzeit so unumstritten wie nie. Es ist aber entmutigend, wenn es um die überfällige Stabilisierung der taumelnden Ukraine geht. Unbeirrt und gänzlich unbeeindruckt von möglichen negativen Folgen für das eigene Land verfolgt der Kreml-Chef seinen Weg, während der uneinige Westen mühsam um neue Sanktionen ringt. Er wird letztlich machtlos zusehen müssen, wie die Ukraine weiter ins Chaos treibt. Putins Siegerpose auf der Krim hat letzte Hoffnungen zerstört, er könne vielleicht doch kompromissbereit sein.

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