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Ehrlichkeit bei der Pflege = Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Wenn nahe Angehörige von einem Tag auf den anderen zum Pflegefall werden, beginnt für die Verwandtschaft ein mühsamer Weg. Wer leistet gute Pflege? Was kostet sie? Wo gibt es Hilfe? Antworten auf diese Fragen zu finden, ist selbst für jene Bürger schwierig, die andere Herausforderungen des Alltags souverän regeln. Nun kann der Staat den Bürgern nicht jede Sorge abnehmen. Doch offizielle Benotungen von Pflegeleistungen sollten auch aussagekräftig sein. Der Pflege-TÜV muss also reformiert werden. Auch wenn ehrliche Pflege-Noten für manchen Anbieter zunächst unangenehm sein könnten, liegt darin die Chance, auf Mängel aufmerksam zu machen. Es ist dringend notwendig, endlich die Diskrepanz zwischen dem zu Recht beklagten Personalnotstand in der Pflege und den geschönten Noten zu verringern. Nur so wird das Bewusstsein dafür wachsen, dass die steigende Zahl Pflegebedürftiger eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft ist. Nur wenn die Pflege sich ehrlich macht, kann sie mit mehr Unterstützung rechnen.

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