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Rheinische Post: Kommentar
Steuererklärung digital = Von Thomas Reisener

Düsseldorf (ots) - Seit Jahresanfang verschickt die Verwaltung in NRW keine Steuerformulare mehr. Die 130 Finanzämter lassen nur noch wenige Ausnahmen zu. Aber wer über den Ausnahmefall entscheidet, ist unklar. Außerdem fehlt die Definition dieser Ausnahmen. Diese handwerklichen Schwächen der neuen Regel müssen vom Tisch. Aber im Grundsatz ist der Vorstoß von NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) richtig und zeitgemäß. Die elektronische Steuererklärung spart Millionen und senkt die Fehlerquote bei der Weiterverarbeitung der Daten. Deshalb drängt der Minister zu recht auf die zügige Umsetzung des neuen Standards. Trotzdem muss er mehr Rücksicht auf Alte und Kranke nehmen. Nicht jeder kann und will sich den modernen Zeiten anpassen. Warum bietet das Land keinen Kompromiss an? Der könnte so aussehen: Wer die Unterlagen vom Briefträger haben will, muss die Mehrkosten dafür wie eine Gebühr und per Nachnahme zahlen. Bei der staatlich gewünschten, elektronischen Steuererklärung entfällt die Gebühr. Damit hätten die Bürger die Wahl.

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