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Rheinische Post: Grüne Energieblockade

Düsseldorf (ots) - Angela Merkel ist eine Anhängerin der Spieltheorie. Wenn mehrere "Spieler" mit unterschiedlichen Interessen auf einem Feld agieren und das Verhalten der jeweiligen Mitspieler schwer zu prognostizieren ist, ist ein optimales Ergebnis denkbar schwierig. Die Kanzlerin und ihr Vize erleben das gerade bei der Energiewende. Die von der schwarz-roten Koalition vorgelegte Energiereform wird von den grünen Länderministern in ungewohnter Zusammenarbeit mit roten und schwarzen Ministerpräsidenten zerfleddert, noch bevor sie startet. So kämpfen die Grünen mit den Niedersachsen für mehr Windkraft an Land, mit Schleswig-Holstein für mehr Windkraft vor der Küste und mit Bayern für mehr Biomasse. Und in NRW kämpft die SPD-Ministerpräsidentin persönlich für fossile Kraftwerke. Das Ergebnis: keines. Nun ist die Bundeskanzlerin in der Pflicht. In der Spieltheorie gibt es nur ein Gleichgewicht, wenn sich keiner besserstellen kann, ohne einem anderen zu schaden. Dazu müsste man allerdings wissen, was die Kanzlerin selbst will. Bisher ist nichts zu hören.

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