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Rheinische Post: Kommentar
Pofallas Schweigen = Von Ulli Tückmantel

Düsseldorf (ots) - Pofalla kam, sah und schwieg: Zum Auftakt der Klausur der Niederrhein-CDU schwieg ihr Vorsitzender so beredt, wie es nur ein Politik-Profi tun kann. Die Nachricht des 54-jährigen Ex-Kanzleramtschefs: Drängt mich, so viel wie ihr wollt, ich mache es wie der, von dem ich meinen Job gelernt habe - und sitze es aus wie Helmut Kohl. Dass Pofalla das bundesweite Medien-Interesse auslächelte, überraschte seine früheren Mitstreiter vom Niederrhein freilich wenig. So kennen sie ihn. Wenn Pofalla nicht will, dann will er nicht. Die niederrheinischen CDU-Funktionäre ließen sich zwar gestern zu keiner weiteren öffentlichen Kritik hinreißen, aber im bevorstehenden Kommunalwahlkampf ist der gebürtige Weezer ihre größte Hypothek. Deshalb wäre es ihnen wohl am liebsten, Pofalla würde noch vor der Kommunalwahl klare Verhältnisse schaffen. Wenn er denn - wie aus Bahnkreisen verlautet - 2015 in jedem Fall zum Staatskonzern wechselt, so sollte er dies vor dem 25. Mai erklären. Anderenfalls steht der Schuldige für die absehbaren Verluste der Christdemokraten am Niederrhein schon heute fest.

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