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Rheinische Post: Anlegeranwalt sieht Prokon-Insolvenz als "Befreiungsschlag"

Düsseldorf (ots) - Die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters für den Windparkbetreiber Prokon ist nach Einschätzung des Düsseldorfer Anwalts Julius Reiter für das Unternehmen und die Anleger "auch ein Befreiungsschlag". "Jetzt besteht die Aussicht, dass endlich Transparenz für die Anleger geschaffen wird. Das Versteckspiel der Prokon-Unternehmensführung dürfte endlich beendet sein", sagt Reiter, der eine Gemeinschaftskanzlei mit dem früheren Innenminister Gerhart Baum (FDP) hat, gegenüber der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Es sei zu begrüßen, "dass nun ein Insolvenzverwalter als neutraler Dritter Einblick in die Unternehmenszahlen bekommt und die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells durchleuchten wird". Davon werde abhängen, ob die Fortführung des Unternehmens Sinn ergebe oder ob es besser sei, die Unternehmenswerte zu liquidieren. "Die Prüfung wird voraussichtlich einige Monate in Anspruch nehmen."

Zur Transparenz bei Prokon hat Reiter ein skeptisches Urteil: "Die von Prokon veröffentlichten Zahlen sind wenig aussagekräftig. Bis heute fehlt eine brauchbare Gewinn-und Verlustrechnung. Für 2012 und 2013 gibt es keine testierten Jahresabschlüsse. Prokon konnte keine Erklärung darüber abgegeben, womit Gewinne erwirtschaftet wurden, aus denen die hohen Zinsen von sechs bis acht Prozent bedient wurden. Damit hat die Unternehmensführung selbst den in den Medien erhobenen Verdacht genährt, bei Prokon handele es sich um ein Schneeballsystem."

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