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Rheinische Post: Anerkennung der Erziehungsarbeit

Düsseldorf (ots)

Die Union erweckt den Eindruck, als könne der Staat in den nächsten Jahren Milliarden zusätzlich für Sozialleistungen ausgeben: Mütter-Rente, Zuschuss-Rente, Betreuungsgeld. Das ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil: Die grundgesetzlich verankerte Schuldenbremse gilt und muss eingehalten werden. Wenn überhaupt Geld locker gemacht werden kann und soll, dann ist die Mütter-Rente der beste Vorschlag unter allen familien- und rentenpolitischen Leistungen, die zurzeit diskutiert werden. Die Generation der Frauen, die ihre Kinder in den 60er, 70er und 80er Jahren groß gezogen haben, ist im Rentensystem benachteiligt. Einem Teil von ihnen droht Altersarmut, weil sie Kinder erzogen haben, statt erwerbstätig zu sein. Ihre Kinder zahlen aber die Renten von heute. Diese Frauen hatten im Gegensatz zu den Müttern von heute kaum die Möglichkeit, Beruf und Familie zu vereinbaren. Es ist absurd, dass den älteren Frauen nur ein Entgeltpunkt pro Kind in der Rente gutgeschrieben wird, während jüngere Frauen jeweils drei Entgeltpunkte erhalten. Die Mütter-Rente hat noch einen weiteren Vorteil: Sie würde den Frauen, die nach traditioneller Rollenverteilung leben, eine Anerkennung der Erziehungsarbeit gewähren, ohne die Gesellschaft zu spalten, wie dies beim Betreuungsgeld der Fall ist.

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