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Rheinische Post: Gespaltene Grüne Kommentar Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Da war sie wieder, die unberechenbare Basis der Grünen. Am Ende eines harmonischen und geschlossenen Parteitag düpieren sie die Parteiführung mit dem Beschluss, dass Parteichefin Roth ihren Einsatz für die Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele 2018 beenden müsse. Es ging mal wieder ums Prinzip. Damit wurden alle Anstrengungen der Grünen, nicht als Dagegen-Partei dazustehen, zunichte gemacht. Die Basis hat der Parteispitze damit das Signal gesendet: Volkspartei sind wir nicht, wollen wir nicht, können wir nicht. Denn Volksparteien wissen, dass sportliche Großereignisse zum öffentlichen Leben dazugehören, die regionale Wirtschaft ankurbeln und Menschen einen. Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland war das beste Beispiel dafür. Eigentlich sollte von diesem Parteitag das Signal ausgehen, dass die Grünen mit ihren traumhaften Umfragewerten bereit sind, in den Ländern 2011 Verantwortung zu übernehmen. Doch in der Frage der Regierungsfähigkeit zeigt sich die Partei gespalten. Die Parteiführung in Bund und Ländern ist überwiegend solide, pragmatisch und realpolitisch aufgestellt. Die Basis träumt von einer schönen neuen grünen Welt.

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