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Rheinische Post: Kommentar: Dreiste Griechen

Düsseldorf (ots) - Das ist schon dreist: Ausgerechnet Griechenland will anderen Staaten Nachhilfe in Sachen Euro-Rettung geben und attackiert Deutschland für seine Krisenpolitik. Ausgerechnet Griechenland, das sich mit gefälschten Statistiken in die Euro-Zone geschmuggelt, dann Schulden aufgehäuft und den Euro in Gefahr gebracht hat und schließlich mit 110 Milliarden von der Staatengemeinschaft gerettet werden musste. Von dieser Hilfe hat Deutschland einen großen Teil geschultert. Daher ist es nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht der Bundesregierung, Europa gegen eine Wiederholung zu wappnen. Und auch wenn die Kanzlerin in der Euro-Krise mit dem Blick auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zunächst schwere Fehler gemacht hat, so sind jetzt ihre Pläne für einen dauerhaften Schutz des Euro richtig: Merkel will eine Insolvenzordnung schaffen, gemäß der Länder Pleite gehen können. Damit sollen Staaten abgeschreckt werden, sich überhaupt über die Maßen zu verschulden. Zugleich würden Banken bei Staatspleiten mit in die Pflicht genommen, was sie von leichtfertiger Kreditvergabe abhalten soll. Gäbe es die Insolvenzordnung bereits, wäre es zu Krisen wie in Griechenland und Irland gar nicht erst gekommen.

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