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Rheinische Post: Brisante Post aus Griechenland

Düsseldorf (ots) - Ein Päckchen mit explosivem Inhalt landet im Kanzleramt, verschickt vermutlich aus Griechenland. Passiert ist nichts, und doch hinterlässt der Vorfall ein mulmiges Gefühl. Über die Täter wird bisher nur gemutmaßt. Am dringendsten ist der Verdacht gegen die linksradikale Szene in Griechenland, die schon in der Vergangenheit mit dem Versand heimtückischer Sprengfallen auf sich aufmerksam gemacht hat. Dass die in den letzten Tagen vorwiegend an ausländische Botschaften in Athen adressierten Briefbomben offenbar nur eine geringe Sprengkraft hatten, macht die Sache nicht besser: Wer derartige Post verschickt, will terrorisieren. Und er spielt mit der Gesundheit und dem Leben von Menschen. Eine klare Strategie lässt sich hinter der Briefbomben-Welle nicht ausmachen. Möglicherweise geht es den Tätern darum, das von der Finanzkrise und ihren Folgen schwer gebeutelte Griechenland vor den nahen Regionalwahlen noch weiter zu verunsichern. Die Regierung, die einen harten Sparkurs durchzusetzen versucht, soll geschwächt werden. Dazu passt, dass die linke Szene besonders vehement Stimmung gegen die Sparauflagen macht, die sie als europäisches "Diktat" geißelt. Dass die Griechen die hinterhältigen Attacken gegen ausländische Einrichtungen und Politiker deswegen gutheißen, können allerdings nur kriminelle Wirrköpfe glauben.

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