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Rheinische Post: Kriegsalltag

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Helmut Michelis:

Alptraum Afghanistan: Wieder ist ein Bundeswehrsoldat gefallen, sechs weitere wurden schwer verletzt - und nur kurz wird die Bestürzung darüber in Deutschland andauern. Die täglichen Meldungen von Überfällen auf die Bundeswehr, die meist glimpflich ausgehen, beachtet kaum noch jemand. Die Kämpfe in der Ferne sind Alltag geworden. Zurück bleiben gebrochene Familien und traumatisierte Kameraden; von den zahlreichen Schwerverletzten, deren Lebensplanung zerschlagen ist, spricht niemand. Ist die Bundeswehr am Hindukusch eine vergessene oder, schlimmer noch, öffentlich verdrängte Armee, noch dazu auf verlorenem Posten? Es ist eine unangenehme Wahrheit: Die Soldaten riskieren ihr Leben dafür, dass ihre Heimat in Frieden leben kann. Jüngste Berichte über Terroristen, die Anschläge in Berlin geplant hatten, machen das deutlich. Denn ausgebildet wurden sie im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Gelingt es den Islamisten, die Nato aus dem Land zu drängen und dies als Sieg zu feiern, können die Folgen für die Sicherheit Europas dramatisch sein. Zurzeit läuft der Aufbau der afghanischen Schutzkräfte. Die geordnete Übergabe an eine halbwegs stabile Regieru

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