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Rheinische Post: Attacke gegen Angela Merkel Kommentar Von Birgit Marschall

Düsseldorf (ots) - Deutschland ist in diesem Sommer stärker aus der Krise hervorgegangen als jede andere Industrienation. Es ist Wachstumslokomotive nicht nur Europas, sondern sogar der ganzen Welt. Die Regierung hat ihren Teil dazu beigetragen, mit zwei Konjunkturpaketen, den Bankenrettungs-Aktionen, dem Kurzarbeitergeld. Trotzdem ist die Wirtschaftselite des Landes unzufrieden mit der Regierung, sehr sogar. In einer beispiellosen Anzeigenaktion protestieren 40 Top-Manager öffentlichkeitswirksam nicht nur gegen die geplante Atomsteuer, sondern gegen den Kurs von Schwarz-Gelb überhaupt. Mit Verlaub, das ist absurd. Damit werden die Herren keinen Blumentopf gewinnen. Ja, es war ein Fehler der Regierung, aus Angst vor der NRW-Wahl ein halbes Jahr nichts zu tun. Doch jetzt wird tatsächlich entschieden, und zwar über den Energiemix der Zukunft, das Sparpaket und effektivere Hartz-IV-Leistungen. Der Vorwurf der Entscheidungsschwäche kommt zu spät und zielt ins Leere. Zu wünschen ist, dass sich die Kanzlerin von dieser außergewöhnlichen Kollektivattacke nicht einschüchtern lässt. Die Betreiber von Atomkraftwerken für die Sanierung des Atommüll-Lagers Asse zur Kasse zu bitten, ist legitim. Und: Auch die Wirtschaft muss ihren Teil zum Sparpaket beitragen, statt immer nur nach Haushaltskonsolidierung zu schreien.

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