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Rheinische Post: CDU am Scheideweg

Düsseldorf (ots) - Die Frage, wann die CDU in NRW wieder vom Wähler den Auftrag bekommt zu regieren, hängt nicht zuerst davon ab, ob Armin Laschet oder Norbert Röttgen Parteivorsitzender wird. Beide sind honorige, moderne und schnittige Politiker. Es wäre aber übertrieben zu behaupten, dass im Rheinland und in Westfalen bei den vielen von der Union enttäuschten Wählern ein Ruf wie Donnerhall nach Laschet oder Röttgen zu hören sei. Etwas anderes allerdings spürt man: die Sehnsucht nach einer profilscharfen, wirtschaftskompetenten, führungsstarken Union. Entscheidend ist es demnach, dass es dem neuen Chef gelingt, der CDU zwischen Aachen und Bielefeld, Bonn und Münster wieder Leben einzuhauchen - hin zu einer bürgerlichen Kraft mit ökonomischem Verstand, sozialem Herz, christdemokratischem Rückgrat. Das diffuse Erscheinungsbild, das die Merkel-CDU insgesamt bietet und die gesamte Partei in den Ländern demoskopisch nach unten zieht, ist das Hauptproblem des neuen Vorsitzenden in NRW, heißt er nun Laschet oder Röttgen. Die CDU versteht sich seit Adenauers Grundsteinlegung als geborene deutsche Regierungspartei. Sie ist am Scheideweg: Entweder sie besinnt sich auf ihre alte Stärken, oder sie verliert mehr als nur ein paar Wahlen in Ländern wie NRW und im Bund.

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