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Rheinische Post: Lehren der Ölpest

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Godehard Uhlemann:

Die Ölpest im Golf von Mexiko hat der britische Ölkonzern BP als Verursacher offensichtlich vorerst im Griff. Das Bohrloch, aus dem das schwarze Gold in Mengen floss und für die größte Ölkatastrophe in der Geschichte sorgte, ist dicht. Dass dies so bleibt, darf man hoffen. Sicher sein kann man nicht. Man kann sich über den Erfolg freuen, doch es gibt keinen Grund zu Entwarnung und sich schon abzeichnende Schönfärberei. Von den Unmengen ausgeflossenen Öls wurde der geringste Teil aufgefangen, mit Chemikalien wurde viel vom Rest gebunden und zersetzt. Wie das auf das Meer wirkt, was es für die Nahrungskette in diesem sensiblen Ökosystem bedeutet, ist nicht erforscht. Die Konzerne werden auch in Zukunft auf Tiefseebohrungen bestehen. Was sich ändern wird, sind einige Sicherheitsauflagen, die die Politik in ihrem Tatendrang verabschieden wird. Zu glauben, US-Präsident Obama werde Tiefseebohrungen generell verbieten, ist illusionär. Dazu ist die Nachfrage nach Öl global zu groß. Bleibt noch die Frage nach den Kosten. Nach dem Verursacherprinzip ist BP in der Pflicht. Der Konzern muss die Menschen an den Küsten unbürokratisch entschädigen - für nächste Unglücke muss ein Notfonds der Branche her.

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