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Rheinische Post: Gelbe Karte für Iran

Düsseldorf (ots) - Die Erfolgsbilanz von Sanktionen, wie sie jetzt vom Weltsicherheitsrat gegen den Iran verhängt wurden, ist nicht gerade ermutigend. Die Erfahrung zeigt, dass sich autoritäre Regime von solchen Zwangsmaßnahmen kaum beeindrucken lassen und meist Mittel und Wege finden, um die internationalen Boykott-Maßnahmen zu umgehen. Dennoch sind Sanktionen das schärfste Instrument, das in solchen Fällen zur Verfügung steht - sonst bliebe nur noch die Anwendung von Gewalt. Die Resolution bedeutet keinen Durchbruch im Nuklearstreit. Trotzdem ist sie ein wichtiges Signal, um die Führung in Teheran vom Griff nach der Bombe abzuhalten. Teheran hat endlich die Gelbe Karte bekommen, und sogar China und Russland, die wegen ihrer starken wirtschaftlichen Interessen im Iran bisher immer gebremst hatten, sind mit im Boot. Viel wird nun davon abhängen, ob die Front gegen den Iran geschlossen bleibt. Dann könnte sich Teheran vielleicht endlich auf ernsthafte Verhandlungen einlassen, anstatt nur wie bisher auf Zeit zu spielen. Dann hätten die Sanktionen ihr Ziel erreicht, Schlimmeres zu verhüten: Israel hat immer wieder damit gedroht, Atomwaffen in der Hand seines erklärten Todfeindes zu verhindern - notfalls auch mit Krieg.

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