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Rheinische Post: Die Präsidentin geht

Düsseldorf (ots) - DU-Landtagspräsidentin Regina van Dinther hat sich viel Zeit gelassen, um ihren Rücktritt zu erklären. Erst nachdem das für sie und ihren Stellvertreter Edgar Moron (SPD) verheerende Gutachten zu ihren üppigen RAG-Bezügen bekanntgeworden war, ging sie in die Offensive. In der Fraktion soll sie gestern nur spärlich Beifall bekommen haben. Kein Wunder: Van Dinther war mit ihrem präsidialen Gehabe einerseits, den Maßhalte-Appellen und einer ungehemmten Lust am Geldverdienen andererseits zu einer Belastung für die Union geworden. Dabei hat sie wie kaum jemand vor ihr für weitgehende Transparenz im Landtag und für deutlich mehr Bürgernähe gesorgt. Man fragt sich, warum sie sich den Tort antut und heute die erste Sitzung des neuen Landtags leiten will, die zugleich ihre letzte als Präsidentin sein wird. Man fragt sich allerdings auch, welch dickes Fell ihr Stellvertreter Moron wohl haben muss, der so tut, als ginge ihn das alles nichts an. Das Gutachten scheint ihn gar nicht zu beeindrucken. Dabei hat auch er bei der RAG kräftig abkassiert. Grund genug, einen Schlussstrich zu ziehen. Politiker, die Wasser predigen, aber heimlich Wein trinken, sind keine Vorbilder fürs Volk.

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