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Rheinische Post: Merkels Machtwort

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Michael Bröcker Nun hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) doch getan, was sie stets ablehnt und ihrem Politikstil eigentlich widerspricht. Sie hat ein Machtwort gesprochen. Die griechische Krise wird nicht mit deutschem Steuergeld gelöst. Zumindest vorerst nicht. Den finanziellen Feuerwehrmann in der griechischen Tragödie um gefälschte Haushalte und Milliardenschulden gibt der Internationale Währungsfonds, jener von den USA maßgeblich beeinflusste Rettungsclub für Pleite-Staaten. Dieser internationale Ansatz ist dennoch der richtige für die Lösung der europäischen Krise. Denn: Die Europäer bringen ohnehin längst ein Drittel des IWF-Kapitals ein. Der Fonds ist auch ein europäischer. Die EU verfügt sogar über weit mehr Stimmen als die USA, wenn sie sich endlich mal einig wäre. Hinzu kommt: Der IWF kennt sich mit Nothilfen für finanziell angeschlagene Länder aus, er wurde ja auch für diese Zwecke gegründet. Gemeinsam mit der EU ist er in Rumänien, Ungarn und Lettland eingesprungen. Warum also nicht in Griechenland? Mit ihrem Machtwort hat Merkel zwar einige Partner vor den Kopf gestoßen, ihren Finanzminister Schäuble etwa oder die EU-Kommission. Doch sollte Griechenland die Krise überstehen und Deutschland nicht neues Geld zuschießen müssen, debütiert Merkel tatsächlich als "Eiserne Kanzlerin". Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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