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Rheinische Post: Kassen-Wechsel

Düsseldorf (ots) - Über der Krankenkassenlandschaft braut sich ein Unwetter zusammen. Die Versicherten zeigen wegen der Zusatzbeiträge eine höhere Mobilität. Kassen, deren Finanzsituation ohnehin schon angespannt ist, kann dies in eine Existenzkrise stürzen. Denn meistens sind es die Gesunden, die ihre Kasse wechseln. Chroniker trauen sich dies oft nicht, weil sie Sorge haben, vielleicht schlechter versorgt zu werden. In den meisten Fällen ist diese Furcht unbegründet. Die "guten", kostengünstigen Risiken laufen den Kassen also weg, während die teuren Fälle zurückbleiben. In den nächsten Wochen und Monaten könnte ein großes Fressen zwischen den Kassen einsetzen. Wenn in diesem Jahr einer Kasse die Luft ausgeht, wird es für sie schwer werden, einen starken Fusionspartner zu finden, der sie auffängt. Vielmehr werden die finanzstarken Kassen abwarten, bis die Schwächeren schließen müssen. Sie sind abgebrüht genug, nicht über Fusionen zu verhandeln, wenn sie die Beute auch billig kriegen können. Auf die Versicherten kommt eine Zeit der Unsicherheit zu: Sie werden zwar weiter versorgt, wenn ihre Kassen schließen muss; organisatorisches Durcheinander kann ihnen aber niemand ersparen. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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