Rheinische Post

Rheinische Post: Kommentar: Jetzt brennt es

Düsseldorf (ots) - In der NRW-Landesregierung glänzt Innenminister Ingo Wolf nicht unbedingt mit den Qualitäten eines Feuerwehrmannes. Gestern guckte der Minister zu, wie der finanziell abgebrannte Landesfeuerwehrverband sich im Rauch der Insolvenz auflöste. Zwar kann man Wolf schlecht vorwerfen, dass der Verband sich mit einem Hotel-Projekt übernommen hat. Für die vergleichsweise geringe Fördermittel-Rückforderung von 2,7 Millionen Euro jedoch die Interessenvertretung der 110 000 freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen in die Pleite zu treiben, kann aber am Ende für Nordrhein-Westfalen um ein vielfaches teurer werden. Und lebensgefährlich. Die Freiwillige Feuerwehr ist keine Hobbyisten-Truppe von Liebhabern roter Autos und kameradschaftlicher Tradition im blauen Rock. Sie ist die Basis und das Fundament des Brandschutzes in diesem Land. Die ehrenamtliche Arbeit der Männer und Frauen, die ihre Freizeit für die Sicherheit anderer opfern und dabei notfalls ihr Leben riskieren, ist im Sinne des Wortes unbezahlbar. Nicht nur gesellschaftlich, sondern auch finanziell. Müssten die Städte hauptamtliche Wehren aufbauen, stünde das Land vor der Pleite. Man darf gespannt sein, wie Wolf diesen Brand löscht. Seit gestern ist es sein Feuer. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: Rheinische Post

Das könnte Sie auch interessieren: