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Rheinische Post: Reiz "Jamaika"

    Düsseldorf (ots) - Der Reiz des Neuen und politisch Charmanten, der seit gestern das erste "Jamaika"-Regierungsbündnis aus CDU, FDP und Grünen im Saarland umweht, kann sich schnell verflüchtigen, wenn sich die politischen Realitäten  hier Schuldenberg, dort Ausgabengelüste  hart im Raume stoßen. Es mag schon sein, dass jedem Anfang ein Zauber innewohnt, dass "Schwarz-Gelb-Grün" tatsächlich bürgerliche Moderne repräsentiert. Dass jedoch im äußersten West-Winkel des Landes etwas zusammen wächst, was zusammen gehört, ist (noch) nicht mehr als ein Wunsch der Saarbrücker Staatskanzlei und des Berliner Konrad-Adenauer-Hauses, wo jetzt der Neusser Hermann Gröhe, ein aufgeschlossener Christdemokrat und heimlicher Hüter des noch ungehobenen schwarz-grünen Schatzes, das Sagen hat. Saar-Ministerpräsident Peter Müller (CDU), der nach der Wahl Ende August mit 13 Prozent-Minuspunkten beinahe schon politisch erledigt war, ist um den Preis enormer Zugeständnisse an die Drei-Abgeordneten-Partei der Saar-Grünen zurück auf der Bühne  ein interessanter Fall von politischer Wiedergeburt und für das Saarland besser als "Rot-Rot-Grün" mit dem Hetzer Lafontaine.

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