Rheinische Post

Rheinische Post: Sorge um Pakistan

    Düsseldorf (ots) - Von Godehard Uhlemann

    Geld kann nicht alle Probleme der Welt lösen, aber eine ganze Menge. Mit viel internationalem Geld soll Pakistan heute auf einer Geberkonferenz in Japan geholfen werden, sich innerlich zu stabilisieren. Die Geldgeber öffnen ihre Schatullen nicht aus purer Selbstlosigkeit. Sie tun das aus Angst. Pakistan ist ein Schlüsselstaat im Kampf gegen den islamistischen Terror, der global wirkt. Doch dieser Terror trifft auch die Atommacht Pakistan. In seinem Grenzgebiet zu Afghanistan sitzen Warlords, Al-Qaida-Führer, Taliban-Größen und Hassprediger, die die Regierung in Islamabad hinwegfegen möchten. Pakistan gilt ihnen allen als Kampfziel, weil das Land den USA 2001 half, die Taliban in Afghanistan von der Macht zu vertreiben. Pakistans Regierung kämpft schon seit längerem mit dem Rücken zur Wand. Über zwei Drittel des Landes stehen nicht mehr unter der Kontrolle der Zentralregierung. In Grenzprovinzen wird von lokalen Machthabern Scharia-Recht eingeführt. Die zentralstaatliche Autorität hat weitgehend ausgedient. Fast täglich kommt es zu Anschlägen. In Pakistan und Afghanistan sind die Taliban auf dem Vormarsch. Die Gefahr für die Welt: Pakistan kollabiert und seine Atomwaffen gelangen in die Hände von Radikalen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Rheinische Post

Das könnte Sie auch interessieren: