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Rheinische Post: Unterricht fällt aus Von Detlev Hüwel

    Düsseldorf (ots) - Als CDU und FDP noch in der Opposition waren, haben sie  zu Recht  den horrenden Unterrichtsausfall an den Schulen in NRW angeprangert. Spätestens bei der Landtagswahl 2010 muss sich die schwarz-gelbe Regierung an ihren eigenen Leistungen messen lassen. Der Bildungspolitik hat sie fraglos hohe Priorität eingeräumt, hat Tausende zusätzlicher Lehrerstellen geschaffen. Konferenzen, so hieß es gleich zu Beginn, dürften nicht zu Lasten des Unterrichts stattfinden. Das scheint in diesem strengen Winter Schnee von gestern zu sein. Denn auf einmal darf wieder Unterricht für Zeugniskonferenzen ausfallen. Man fragt sich, ob Schulministerin Sommer ein Fleißkärtchen von der Lehrerschaft bekommen will. Selbst wenn weniger als eine Million Unterrichtsstunden pro Jahr ausfielen, wäre dieser Populismus zu teuer erkauft. Allerdings braucht die Regierung keine Sorge zu haben, dass dadurch ihre Unterrichtsausfall-Statistik getrübt wird. Die Daten werden nämlich ab einem noch festzusetzenden Termin 14 Tage lang an ausgewählten Schulen aller Typen erhoben und dann hochgerechnet. Vielleicht sollte man über dieses aus rot-grünen Zeiten stammende System auch einmal nachdenken.

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