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Rheinische Post: Schwacher McCain

    Düsseldorf (ots) - von Godehard Uhlemann

    John McCain will US-Präsident werden wie sein demokratischer Mitbewerber Barack Obama. Doch McCain muss nicht nur gegen ihn kämpfen, er muss auch fallende Umfragewerte wegzaubern und das gut vier Wochen vor der Wahl. McCain hat im Zieleinlauf Probleme, und das merkt man ihm an. Das zweite Fernsehduell über die globale Finanzkrise und die Gestaltung der Außenpolitik sind Politik-Felder, auf denen er hätte punkten müssen - doch Obama machte die bessere Figur. McCain ist naturgemäß in der Defensive, weil er dem republikanischen Lager von US-Präsident George W. Bush angehört. Obama stigmatisiert ihn als künftigen Erfüllungsgehilfen von Bush. Er nimmt ihn in parteipolitische Sippenhaft. McCain weist das notgedrungen zurück. Das ist zu wenig. Er kann nur punkten, wenn er durchdachte Rezepte zur Eindämmung der die USA erschütternden Finanzkrise vorlegt. Er muss den Bürgern glaubwürdig aufzeigen, dass der legendäre amerikanische Traum nicht in einem Alptraum endet, der den Menschen das Leben künftig vergällt. McCain wartet auf Fehler Obamas, er verhaspelt sich in frostigen Bemerkungen. Der Vietnamveteran McCain muss inhaltlich angreifen und Obama entzaubern. Sonst scheitert er.

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