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Rheinische Post: Keine Konsum-Lust Kommentar VON GEORG WINTERS

    Düsseldorf (ots) - Wie sollen die Menschen Lust am Kaufen bekommen, wenn sie jeden Tag neue Hiobsbotschaften über Milliardenrisiken in der Finanzkrise lesen, davon, dass sie als Steuerzahler dafür die Zeche zahlen und der Finanzminister ihnen sagt, dass die nähere Zukunft schwierig wird? Es gehört nicht viel Expertise dazu, für die nächsten Wochen und Monate Konsum-Zurückhaltung vorauszusagen. Zu stark sind die Verbraucher verunsichert, zu stark die Lebenshaltungskosten in der jüngeren Vergangenheit gestiegen, zu groß ist bei vielen die Sorge um den eigenen Job  nicht nur bei Mitarbeitern aus der krisengeschüttelten Finanzbranche. Das Zwischenhoch, das Konsumforscher festgestellt haben, ist dem niedrigen Ölpreis geschuldet. Es darf nicht zu falschem Optimismus verführen. Denn wenn das Öl wieder teurer wird, fällt die Kauflust wieder. Außerdem: Die Konsumenten in Deutschland sind vor dem "schwarzen Montag" vergangene Woche in den USA befragt worden. Wäre das nachher passiert, hätte es wohl kaum ein derart positives Ergebnis gegeben. Darauf kann man wetten. Genau wie darauf, dass dauerhafte Konsumlust in Deutschland vorerst nicht entstehen wird.

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