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Rheinische Post: DGB-Landeschef Schneider: "Herr Cordes will Kasse machen"

    Düsseldorf (ots) - Mit seiner Forderung, den Beschäftigten im Einzelhandel die Spätzuschläge zu streichen, stößt Metro-Chef Eckhard Cordes auf scharfe Kritik bei den Gewerkschaften. Guntram Schneider, Vorsitzender des DGB-Landesverbandes NRW, warf Cordes Profitmache vor. "Herr Cordes will unter dem Titel "Herstellung von Modernität" Kasse machen - und das auf  Kosten von Berufsgruppen, die ohnehin anfällig für das Aufstockerprinzip sind", sagte Schneider der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Viele der Beschäftigten im Einzelhandel verdienten trotz Vollzeitjobs nicht ausreichend, um davon ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, sagte Schneider der Zeitung. Sie seien daher auf staatliche Unterstützung angewiesen.   "Die Zuschläge dienen dem Zweck, soziale Härten materiell auszugleichen", so der DGB-Landeschef, "und dazu, solche Ausnahmen von der regelmäßigen Arbeitszeit auch als Ausnahme zu belassen". In der vor wenigen Wochen beendeten Tarifrunde hatte die Gewerkschaft Verdi erstmals Zugeständnisse bei den Samstagszuschlägen machen müssen. Die Zuschläge in Höhe von 20 Prozent werden nun erst ab 18.30 Uhr statt wie zuvor ab 14.30 Uhr gezahlt.

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