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Rheinische Post: Zentralabitur - sinnvoll

Düsseldorf (ots) - Von Jens Voss Gute Noten sind gut, aber nicht alles: Das Zentralabitur 2008 ist nicht schon deshalb gelungen, weil der beste Noten-Schnitt seit 1992 erreicht wurde. Nüchtern lässt sich soviel sagen: Die Lehrer haben ihre Schüler offensichtlich meist sehr effizient auf die Prüfungen vorbereitet. Die Prüfungspannen in Mathematik ("Oktaeder des Grauens") waren so etwas wie eine Salve von Warnschüssen: Die Ministerialbürokratie muss bei der Erstellung der Aufgaben Sorgfalt walten lassen; Fehler wegschwiemeln ist nicht möglich, denn die Öffentlichkeit sitzt bei den Prüfungen quasi mit im Klassenzimmer. Gerade dieser Vorgang zeigt aber, warum das Zentralabitur dennoch als sinnvoll zu verteidigen ist. Es schafft Vergleichbarkeit, die etwa Überforderung von Schülern überhaupt erst erkennbar macht. Ähnliches gilt für die Unterschiede zwischen Gymnasien und Gesamtschulen. Peinlich für die Gesamtschulen ist ja nicht, dass ihre Schüler einen etwas schlechteren Schnitt haben - das mag auf eine schwierige Schülerstruktur zurückzuführen sein. Peinlich ist, dass Gesamtschul-Lehrer ihre Schüler offenbar positiver benoten als Gymnasiallehrer - anders sind Durchfallquoten und Abweichungen von den Vornoten nicht zu erklären. Erst im Zentralabitur ist dann Schluss mit dem schönen Noten-Schein. Das ist gut so; nur so werden gute Noten wirklich gut. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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