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Rheinische Post: Mehdorns Preise

    Düsseldorf (ots) - Von Alexander von Gersdorff

    Bei Preiserhöhungen verfolgt die Bahn seit Jahr und Tag ihre Strategie der drei Schritte: Erst kommt die Ankündigung, später folgen konkrete Zahlen, und wenn die höheren Preise in Kraft sind, ist die öffentliche Empörung schon verpufft. So will es Bahn-Chef Hartmut Mehdorn auch diesmal machen. Nur sind die Bedingungen völlig anders. Denn erstens hatte Mehdorn für das laufende Jahr eine Preis-Nullrunde zugesagt. Zweitens schießen die Gewinne trotz gestiegener Energiekosten in die Höhe, was an der Begründung zweifeln lässt. Drittens kommt die angekündigte Preisrunde kurz nach dem geplanten Börsengang, was den Eindruck erweckt, hier sollen potenzielle Investoren bei Kauflaune gehalten werden. Und schließlich fallen die höheren Ticketpreise aller Voraussicht nach mitten in eine Konjunkturflaute. Das sind alles keine guten Voraussetzungen für eine Preisrunde bei ICE und Eurocity. Noch hat der Bahn-Vorstand die Chance, die Erhöhung wenigstens moderat ausfallen zu lassen, also unterhalb der Inflationsrate von rund drei Prozent. Derzeit gehen die Energiepreise schon wieder zurück. Wird die Bahn ihre Fahrpreise wohl senken, wenn ihre Energiekostenrechnung niedriger ausfällt?

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