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Rheinische Post: Glos ist vorsichtig

    Düsseldorf (ots) - von Georg Winters

    Wenn ein Bundeswirtschaftsminister mit seiner Prognose für das Wirtschaftswachstum unter den Voraussagen der Forschungsinstitute bleibt, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass sich der Konjunkturhimmel ein Stück weit verdüstert. Michael Glos ist gut beraten, seine Erwartungen für das nächste Jahr nicht zu hoch zu hängen. Denn 2009 als derjenige dazustehen, der mit notorischem Optimismus die ökonomische Wirklichkeit ignoriert - das wäre im Wahlkampf alles andere als förderlich. Insofern ist der Pessimismus des Ministers auch dem politischen Kalkül geschuldet. Ob Glos' Zahlen exakt ins Schwarze treffen werden, ist nicht von Bedeutung. Entscheidend ist: Die Euphorie ist weg, weil sich in den vergangenen Monaten die ökonomische Wirklichkeit deutlich verändert hat. In Amerika geht die Angst vor der Rezession um, die weltweite Bankenkrise ist noch lange nicht erledigt und könnte bis ins nächste Jahr wirken. Und der Anstieg von Energie- und Lebensmittelpreisen ist auch eine Konjunkturbremse. Bei Euro und Ölpreis ist vorerst noch kein Ende der Rekordfahrt abzusehen. Wer bei solchen Perspektiven noch überbordende Wachstumserwartungen hat, macht sich unglaubwürdig. bericht: Stimmung in der Wirtschaft, Titelseite

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