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Rheinische Post: Merkels bittere Lehre

Düsseldorf (ots) - von Thomas Seim Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Entourage wurden vom Streit um die Rente auf dem falschen Fuß erwischt. Landauf, landab gibt es Unruhe in der Union über ihren Kurs. Noch kontrolliert der Machtapparat in Kanzleramt und Konrad-Adenauer-Haus das alles. Aber die Wände wackeln. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bewegt sich mit seinen Renten-Forderungen im Rahmen der Leipziger Parteitagsbeschlüsse. Er hat einen Beschluss des CDU-Vorstands NRW erwirkt, in dem auch Merkel-Vertraute sitzen: Generalsekretär Ronald Pofalla, die Staatsministerin im Kanzleramt, Hildegard Müller, und der Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Norbert Röttgen. Wenn sie die Vorlage für den Vorstand gelesen haben, werden sie die Frage beantworten müssen, warum sie nicht früher gesagt haben, was sie jetzt an Kritik vorbringen. Viel deutet darauf, dass Rüttgers nach dem Streit ums Arbeitslosengeld I erneut gewinnt. Zwischen ihm, der den Sozial-Flügel der Union führt, und Niedersachsens Regierungschef Wulff, der an die Spitze des Wirtschaftsflügels will, wird der Raum für die Kanzlerin enger. Für Merkel ist das eine bittere Lehre: Verwalten reicht nicht mehr. Sie muss jetzt führen. Das hätte sie früher bemerken müssen. Bericht: Rüttgers und der Renten-Coup, Seite A4 Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2304 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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