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Rheinische Post: Schwarz-Grün, das kleinere Übel

    Düsseldorf (ots) - Von Reinhold Michels

    Wieder haben die Wähler für ein schwieriges Resultat gesorgt. Das Hamburger Ergebnis ist aber nicht so vertrackt wie dasjenige in Hessen vom 27. Januar. Vor allem regt die Sitzverteilung an der Alster die Phantasie an, ohne dass es einem deshalb übel würde wie beim Blick auf das, was Andrea Ypsilanti und Kurt Beck in Wiesbaden vorschwebt. Dort droht nach Becks gestrigen Andeutungen mehr denn je "Rot-Grün-Dunkelrot", in Hamburg liegt "Schwarz-Grün" in der Luft, das kleinere Übel. Aber auch für diese vordergründig charmante Konstellation gilt: Es sollte nur zusammengehen, was zusammenpasst. Momentan eint CDU und Grüne bloß die Lust, zu regieren und dafür etwas zu wagen, was es auf Landesebene noch nicht gibt. Auch wenn die CDU in Hamburg Stimmen verloren hat, erzielte sie ein formidables Großstadt-Ergebnis. Über der 40-Prozent-Marke zu liegen in einer buntscheckigen Metropole, die jahrzehntelang SPD-Hochburg war - das zeigt, dass außerhalb Bayerns nur ein über die Parteigrenzen respektierter Regierungschef-Typ noch gut ist für Wahlresultate, die einer Volkspartei angemessen sind. Wohltuend auch dies: Die beiden Hauptkonkurrenten von CDU und SPD zeichneten sich durch Noblesse aus, und auf die kommunistisch durchwirkte Linkspartei wird es in Hamburg nicht ankommen.

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