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Rheinische Post: CSU-Spitze übt noch

    Düsseldorf (ots) - von Gregor Mayntz

    Eigentlich soll am Aschermittwoch das Aschenkreuz auf der Stirn die eigene Fehlbarkeit und Vergänglichkeit bezeugen und zur Umkehr gemahnen. Auch die Politik nimmt an diesem Tag reichlich Asche in die Hand - um den Gegner mit Dreck zu bewerfen. Das Stoiber-Nachfolgepaar Huber und Beckstein stand dabei unter besonderem Erwartungsdruck. Es musste zeigen, dass es in den großen Schuhen des Vorgängers koordiniert zu laufen im Stande ist. Resultat: Die beiden üben noch, wiederholten sich mehr, als dass sie sich ergänzten. Nichtredner Stoiber erhielt jedenfalls lauteren Applaus. Der Auftritt von SPD-Chef Beck beim Aschermittwoch der Sozialdemokraten fiel dagegen weniger angriffslustig als trotzig aus: Er koaliere nicht mit der Linken, und außerdem lasse er sich nicht von Union und FDP aus dem bürgerlichen Lager hinausdefinieren. Huber-Beckstein versuchten, als "Verein für klare Aussprache" die Wahlkampf-Rhetorik Roland Kochs in Hessen zu übertrumpfen. Dass der Funke nicht so recht übersprang, kann auch mit der Verunsicherung der Unionsbasis seit Hessen zusammenhängen: Kann eine Volkspartei damit noch Wahlen gewinnen? Aber das ist keine Frage für Stammtischstimmung. Eher für Aschenkreuz-Betrachtungen. Bericht: CSU kommt von Stoiber . . ., Seite A4

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