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Rheinische Post: Klima: NRW muss handeln

    Düsseldorf (ots) - Von Gerhard Voogt

    Der Klimawandel hat in NRW in diesem Jahr sichtbare Spuren hinterlassen. Im Winter wurden riesige Waldflächen durch Sturm "Kyrill" verwüstet. Es folgten schwere Überschwemmungen nach sintflutartigen Regenfällen im Sauerland. Die Bilder erinnerten an Katastrophen, die man bislang nur aus der Ferne kannte. Und die Erderwärmung hat Folgen, die man nicht immer auf den ersten Blick erkennt. Mediziner warnen vor neuen Allergien, die von Pflanzen verursacht werden, die es in NRW bislang nicht gab. Für die Ausbreitung der Blauzungenkrankheit soll eine Mücke verantwortlich sein, der es einst am Rhein noch zu kalt war. Der Handlungsdruck ist gewaltig. Deshalb ist es folgerichtig, dass die Landesregierung einen breit angelegten Katalog vorgelegt hat, der Strategien zur Bekämpfung der Folgen des Klimawandels aufzeigt. Allerdings reicht es nicht, an den Symptomen herumzudoktern. Genauso wichtig ist, die Ursachen der Erderwärmung wirksam zu bekämpfen. Genau da hakt es jedoch. Die Braunkohlekraftwerke in NRW emittieren pro Jahr rund 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Während Kanzlerin Merkel ehrgeizige Klimaschutzziele formuliert, hat die Landesregierung noch kein Konzept vorgelegt. Wer hier nicht handelt, verspielt seine Glaubwürdigkeit als Klimafreund.

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