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Weser-Kurier: Über das Autokartell schreibt Stefan Lakeband:

Bremen (ots) - Das Wort der Stunde heißt Aufklärung. Das fordern Betriebsräte, Verbraucher, Automobilexperten, und vor allem fordern es Politiker. Alles und alle für die Wahrheit, könnte man meinen. Dabei ist es gerade die Politik, die immer wieder mit Kleinreden und Ignorieren aufgefallen ist, wenn es um Verfehlungen der Autobranche geht. Denn schon im Diesel-Skandal um Volkswagen hätten sich viele wesentlich mehr Aufklärungsarbeit gewünscht. Das Zögern ist verständlich. Schließlich hängen viele Jobs an den Autobauern, und - so die Logik vieler Politiker - wer sich gegen die Hersteller stellt, der vergrault auch potenzielle Wähler. Deswegen dürften viele von ihnen so vorsichtig sein und sich im Spagat versuchen. Diese Hasenfüßigkeit darf sich die Politik nicht mehr erlauben. Die Autobauer haben ihre Kunden wissentlich betrogen, so scheint es. Nicht nur sollen sie den Wettbewerb verhindert haben, sondern auch Umweltfreundlichkeit vorgetäuscht haben, wo keine da war. Sollte auch nur die Hälfte der Vorwürfe wahr sein, darf die Autoindustrie nicht mehr nur mit eine mündlichen Verwarnung davonkommen. Alles andere wäre unglaubwürdig.

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