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Weser-Kurier: Über die Zukunft Bremens schreibt Jürgen Theiner:

Bremen (ots) - Bremen ist zu lahm. Wenn man aus dem Vergleich mit Leipzig eines lernen kann, dann das. Obwohl die Kommune als Stadtstaat über mehr Gestaltungsspielraum verfügt als die sächsische Metropole, kommt der Strukturwandel an der Weser langsamer voran. Das ist geradezu paradox. Messen muss sich Bremen allerdings nicht mit Leipzig, so sehr es auch schmerzen mag, hinter eine Stadt zurückgefallen zu sein, die vor 20 Jahren noch ein deindustrialisierter Trümmerhaufen war. Messen muss sich Bremen mit seinen unmittelbaren Nachbarn. Und auch da fällt der Vergleich auf wichtigen Feldern ungünstig aus. Bei der Ansiedlung von Unternehmen haben agilere Umlandgemeinden häufig die Nase vorn. Der Bremer Bildungsbereich ist eine einzige Baustelle, und die Kriminalitätsbelastung spricht auch nicht gerade für die Hansestadt. Jedenfalls nicht aus der Sicht von jungen Familien, die sich in der Region niederlassen wollen. Das Zurückfallen hinter Leipzig kann vor diesem Hintergrund ein Weckruf sein. Bremen muss seine Probleme entschlossener und erfolgreicher anpacken. Sonst wird die Stadt weiter nach hinten durchgereicht.

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