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Weser-Kurier: Über die Aufhebung der Medikamentenfestpreise schreibt Mirjam Moll:

Bremen (ots) - Kaum hat der Europäische Gerichtshof sein Urteil gefällt, beginnt das Wehklagen. Wie sollen denn bloß die Apotheken überleben, wenn Onlinehändler nun auch verschreibungspflichtige Medikamente zu günstigeren Preisen anbieten dürfen? Dabei ist es nur die logische Umsetzung des Binnenmarkts, die schon längst hätte vollzogen sein müssen. Denn mit der deutschen Preisbindung taten sich ausländische Anbieter bislang schwer, ihrem Handel war faktisch eine Schranke vorgeschoben worden.

Von der Aufhebung der Festpreise dürften vor allem die Verbraucher profitieren - auch wenn in Zukunft wieder mehr Arbeit auf sie zukommen dürfte, wenn sie den günstigsten Preis finden wollen. Und im Internet winken noch billigere Tabletten und Pillen.

Dass die Apotheker deshalb um ihre Existenz bangen, ist nicht nur nachvollziehbar, sondern auch begründet. Zumal diese schon wegen kleinerer Stückzahlen nicht denselben Preis anbieten können wie ein Onlineversand, der große Mengen einkauft. Gerade deshalb müssen sich die kleinen Geschäfte im Ort mit Dienstleistungen profilieren, die der anonyme Händler im Netz seinen Kunden nicht geben kann: etwa mit der persönlichen Beratung.

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