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Weser-Kurier: Über zivile Verteidigung schreibt Joerg Helge Wagner:

Bremen (ots) - Klar, im Flugzeug schauen wir auch eher in die Zeitung oder aus dem Fenster, wenn die Stewardess uns erklärt, wie die Rettungswesten anzulegen sind. Nutzt ja eh nix, wenn die Kiste zwischen Azoren und New York abschmiert - und das kommt ohnehin so gut wie nie vor. Also brauchen wir auch keine Sprudelflaschen, Konserven und Kerzen zu bunkern für den Fall, dass Cyber-Terroristen flächendeckend Wasser- und Elektrizitätswerke lahmlegen. Oder eine Seuche Deutschland heimsucht. Oder ein irrer General die Raketenbasen einer Nuklearmacht kapert. Innenminister de Maizère hat ein Vermittlungsproblem mit seinem neuen Zivilschutzkonzept. Es geht um zwei Kardinalfragen: Wie real ist die Gefahr? Und wie effektiv ist der Schutz vor den Schäden? Das muss allerdings auch jeder Versicherungsvertreter beantworten. Die zunehmende Verwundbarkeit und Ressourcenabhängigkeit hochkomplexer Industriegesellschaften ist real. Fielen "nur" für eine Woche die Bankcomputer aus, herrschte garantiert Ausnahmezustand. Oder die Telekommunikation, die Benzinversorgung. Die Hamster-Häme, mit der de Maizière überschüttet wird, ist ziemlich blöde.

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