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Weser-Kurier: Kommentar: Über die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (Ila) schreibt Stefan Lakeband

Bremen (ots) - Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Ila in Berlin hat dieses Jahr gezeigt, was viele nicht wahrhaben wollen: Es kommt eben doch auf die Größe an. Die großen Transportflieger des US-Militärs haben die Leute in ihren Bann gezogen, große Zulieferer füllten mit ihren Ständen Hallen bis zur Hälfte aus. Wie kann ein kleines Bundesland wie Bremen da mithalten? Bremen ist eine wichtige Stadt, wenn es um die Luftfahrt in Deutschland geht. Noch wichtiger ist sie allerdings in der Raumfahrt. Hier spielt sie ohne Zweifel auf internationalem Niveau. Das auf einer Messe wie der Ila so rüberzubringen, ist eine Herausforderung. Zwischen den Ständen von Sachsen, Mexiko und Berlin hat Bremen versucht, nicht mit der eigenen Präsentation unterzugehen. Die Strategie: Gemeinsam größer sein. Zum ersten Mal hat sich Bremen mit Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern zusammengetan, um in der Flut von Ausstellern aufzufallen. Wie erfolgreich das war, wird sich wohl erst in einigen Wochen zeigen, wenn das erste Kennenlernen auf der Messe zu intensiveren Gesprächen führt. Die Idee "ein Stand, viele Ansprechpartner" ist mit Sicherheit der richtige Weg. Gerade für ausländische Geschäftspartner wird es nämlich kaum einen Unterschied machen, ob sie mit einer Firma aus Bremen, Varel oder Hamburg sprechen. Sie wollen Technologie "made in Germany". Deshalb erscheint es auch sinnvoll, dass die fünf Nordländer künftig noch enger zusammen arbeiten wollen. Schon jetzt gibt es punktuell führende Forschungszentren im Norden. Werden diese Kräfte gebündelt, hat die Region ein überzeugendes Argument. Allerdings müssen der Ankündigung auch Taten folgen. Lippenbekenntnisse machen keine Geschäfte. Denn auch das hat sich auf der Ila in Berlin gezeigt. Die Konkurrenz ist groß. Wer erfolgreich sein will, muss größer sein.

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