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Weser-Kurier: über den Abschuss des Wolfs Kurti:

Bremen (ots) - "Das war's für Kurti alias MT6. Das war es aber auch mit dem absoluten Schutz des Wolfs in Deutschland. Mit dem Abschuss des Tieres im Heidekreis ist mehr passiert, als dass ein verhaltensauffälliger Beutegreifer getötet wurde. Mit der Entscheidung hat das Umweltministerium das Artenschutz-Tabu gebrochen - und zugleich eingeräumt, was Wolfsskeptiker schon lange behaupten: Vom Wolf kann Gefahr ausgehen. Der Angriff auf einen Hund hat das Schicksal von MT6 besiegelt.

So oft jetzt auch bekräftigt wird, die "letale Entnahme" Kurtis aus der freien Wildbahn sei und bleibe ein absoluter Einzelfall, so gewiss erscheint es, dass die Rufe nach der nächsten Ausnahme schon bald laut werden: Denken wir an "Die Wölfin von Goldenstedt", eine Fähe, die in der Moorregion bereits Dutzende von Schafen gerissen hat. Warum Angriffe von Wölfen auf Nutztiere anders zu bewerten sind, als auf Schoßhunde, wird gründlich zu klären sein.

Dass jetzt erstmals seit der Rückkehr ein Wolf in Niedersachsen legal erschossen worden ist, dürfte letztlich zur Akzeptanz der Spezies beitragen: Vielen sind die Wildtiere offenbar unheimlich. Sakrosankt sind sie nicht mehr."

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