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Weser-Kurier: Kommentar von Sara Sundermann über die Lage Alleinerziehender in Bremen

Bremen (ots) - Das Thema ist in Bremen ein trauriger Dauerbrenner: Bremen ist eine Stadt der Alleinerziehenden - und zugleich sind nirgends in der Republik so wenig alleinerziehende Mütter und Väter berufstätig wie hier. Jede zweite alleinerziehende Bremerin ist auf Hartz IV angewiesen, obwohl viele von ihnen gerne selbst ihre Familie ernähren würden. Ein Patentrezept, um dieses Problem zu lösen, hat wohl niemand. Klar ist aber, dass es sehr wohl Stellschrauben gibt, an denen man politisch drehen kann. Denn in anderen Stadtstaaten gelang zuletzt mehr Alleinerziehenden der Berufseinstieg, auch im ebenfalls hoch verschuldeten und sozial gespaltenen Berlin. Unterdessen verschlechterte sich die Lage in Bremen weiter. Das kleinste Bundesland muss nun Ursachenforschung betreiben, was andere Städte besser machen. Und die Situation von Alleinerziehenden darf nicht länger nur bei Armutskonferenzen diskutiert werden: Was Dauerthema in der Stadt ist, muss auch Dauerthema in der Politik werden. Dass es dazu inzwischen Anträge fast aller Bürgerschaftsfraktionen gibt, ist ein gutes Signal. Es ist zugleich aber nur ein erster Schritt.

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