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Weser-Kurier: Kommentar von Marc Hagedorn über Fifa und DFB

Bremen (ots) - Nach diesem Muster sind Seifenopern gestrickt, "Verbotene Liebe", "Rote Rosen" oder "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Täglich eine neue Enthüllung, täglich Verrat, Lüge, Enttäuschung, täglich eine andere alte Rechnung, die beglichen wird. Zurzeit liefern Fifa und DFB in einer Art Gemeinschaftsproduktion eine Daily Soap aus der Welt des Fußballs. Am Mittwoch: die Fifa gegen Beckenbauer. Am Donnerstag: Niersbach und die Millionen. Am Freitag nun: Zwanziger gegen Niersbach. Dazu geben Akteure aus dem Off ihre Kommentare ab, Schurken wie Sepp Blatter etwa. Oder sie werden wieder in die Handlung eingeführt wie Mohamed bin Hammam, den man fast schon vergessen hatte, lebenslang gesperrt wie er ist. Oder sie tauchen einfach mal ab für den Moment, so wie Franz Beckenbauer gerade. Wenn's nicht so ernst wäre, könnte man sich köstlich amüsieren. Aber diese Soap spielt nicht im Fernsehen, sondern in der Wirklichkeit. So richtig blickt zwar noch keiner durch. Aber glaubt tatsächlich noch jemand, dass mit der WM-Vergabe 2006 schon alles in Ordnung war?

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