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Weser-Kurier: Kommentar von Susanne Güsten über den Kurdenkonflikt

Bremen (ots) - Zu den absurden Aspekten des Kurdenkonflikts in der Türkei gehört es, dass niemand mehr so richtig weiß, warum eigentlich gekämpft wird. Die PKK-Rebellen haben ihr früheres Ziel eines eigenen Kurdenstaates aufgegeben, und der türkische Staat ist grundsätzlich bereit, allen Bürgern - also auch den Kurden - mehr Rechte und Selbstbestimmung zu geben. Alles weitere müsste sich doch auf dem Verhandlungswege lösen lassen, sollte man meinen. Doch mehr als 30 Jahre Krieg haben die Positionen auf beiden Seiten verhärten lassen. Selbst nach einigen Jahren der Friedensverhandlungen genügte im Sommer ein Funke, um eine neue Gewaltspirale in Gang zu setzen. Deshalb ist die jetzt offenbar bevorstehende neue Waffenruhe der PKK so wichtig. Sie bietet eine Chance, die neue Gewaltspirale zu durchbrechen - und sei es nur aus wahltaktischen Gründen. Möglicherweise kann der Gewaltverzicht dauerhaft gemacht und das Konfliktpotenzial in gewaltfreie Kanäle der politischen Auseinandersetzung gelenkt werden. Viele solcher Chancen sind bisher von beiden Seiten vergeudet worden. Das sollte diesmal nicht geschehen.

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